Proteste gegen die Beschlüsse der Innenministerkonferenz

Freitag, 17.11.06, 16h bis Samstag, 18.11.06, ca. 22:30h, Innenstadt Freiburg

Mehr Infos: Übersichtsartikel


Freitag, 18:00 Uhr, live

Freiburger Action-Samba-Gruppe


Freitag, 19:00 Uhr, Info-Vortrag

Die Ergebnisse der Innenministerkonferenz vom 16. bis 17.11.2006


Freitag, 20:00 Uhr, Das wunderbare DIY-VoKü-Team kredenzt nahrhaftes Essen.

DIY = Do It Yourself = Mach es selbst!

VoKü = Volxküche = Menschen kochen für Menschen (auf Spendenbasis).


Freitag, 21:00 Uhr, Cine Rebelde zeigt Filme:

1. Zwischen Asyl und Abschiebung Ein Dokumentation über das Leben in Flüchtlingswohnheimen
Cine Rebelde/SAGA 2005, 43 Min

Fidan ist krank und allein gelassen, keiner hilft ihr. Sie weiß nicht, wie es weitergehen soll. Mohamed war noch ein Kind, als er nach Deutschland kam - er wurde wie ein Erwachsener behandelt. Bülent hatte sich Deutschland ganz anders vorgestellt - jetzt meint er, hier werden Träume und Hoffnungen zerstört.

Drei Beispiele von vielen. Menschen ergreifen das Wort und erzählen von ihrem Alltag in deutschen Asyl-Unterkünften. „Wir werden hier mit unseren Problemen an einem abgelegenen Ort völlig allein gelassen.“ Sie schildern, wie ihr Wunsch, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, bei den deutschen Behörden immer wieder an Grenzen stößt - aber auch, wie sie versuchen, daran nicht zu zerbrechen oder sich dagegen auflehnen.

Ein beliebiges Lager in einem (fast) beliebigen Landkreis... Der Respekt vor den Menschen und ihren Rechten gerät in Vergessenheit, aber nicht ganz!

Ein Film von Cine Rebelde in Zusammenarbeit mit SAGA — Südbadisches Aktionsbündnis gegen Abschiebung

2. Abschiebung im Morgengrauen
Michael Richter, NDR Hamburg 2005, 46 Min

Es ist drei Uhr morgens, als sechs Mitarbeiter der Hamburger Ausländerbehörde, begleitet von einigen Polizisten, an der Tür der Familie Kryezi klingeln. Die Beamten drängen in die kleine Wohnung: Eine halbe Stunde hat Elvira Kryezi Zeit, um hastig ein paar Kleider zusammenzupacken, ihre fünf Kinder zu beruhigen und Verwandte zu benachrichtigen, dass die Familie nach 15 Jahren in Deutschland in den Kosovo abgeschoben wird. „Morgendliche Begleitung“ heißt eine solche Aktion im Behördendeutsch.

Der Film beobachtet Beamte, die in dieser Abteilung tätig sind. Nach welchen Kriterien urteilen die Mitarbeiter des Amtes, wie gehen sie mit den Menschen um, über deren Schicksal sie auf oft dramatische Art mitentscheiden?

Zum ersten Mal hat die Ausländerbehörde Hamburg einem Team des NDR gestattet, den gesamten Prozess der Abschiebung mit der Kamera zu begleiten.

Etwa 20.000 Menschen leben allein in der Hansestadt behördlich „geduldet“, aber ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus. Viele von ihnen sind Kriegsflüchtlinge, die kein Asyl erhielten, die aber gleichwohl nicht abgeschoben werden durften. Sobald sich die Situation im Herkunftsland nach Einschätzung der deutschen Politik ändert, stehen sie auf den Abschiebungslisten. Die quälend lange Zeit des Wartens und der Ungewissheit zermürbt die Menschen und zerstört die Familien.

Die Reportage beobachtet Menschen an der Schnittstelle zwischen Behördenalltag und persönlichem Schicksal.


Freitag, 23:00 Uhr, Zeit zum Schlafengehen


Samstag, 9:00 bis 11:00 Uhr, Frühstücksbuffet selbstorganisiert


Samstag, 11:00 Uhr, Räuber und Gendarm - spielerisches Warm-Up


Samstag, 11:30 Uhr, Info-Vortrag

Die Ergebnisse der Innenministerkonferenz vom 16. bis 17.11.2006


Samstag, 12:00 Uhr, Infoveranstaltung

MitarbeiterInnen des Südbadischen Aktionsbündnisses gegen Abschiebung (SAGA):

Menschenrecht auf Asyl contra „Festung Europa“ — zur aktuellen Situation

Die Ereignisse vom Herbst 2005 an der spanischen-marokkanischen Grenze (Stürmung der EU-Grenze) zeigen: das Gefälle zwischen reichen und armen Ländern und Regionen lässt sich auch nicht mit Grenzsperren verändern. Menschen kommen auf unterschiedlichen, immer wieder neuen Fluchtwegen nach Europa, solange ihr Leben in ihren Ländern unerträglich bleibt.

Das Ziel der EU-Politik ist klar gesteckt: ein Recht auf Asyl, das zwar auf dem Papier existiert, aber nicht in Anspruch genommen werden kann, weil der Fluchtweg versperrt ist.

Sind die EU-Staaten immer einen Schritt voraus - oder einen Schritt hinterher? Neue Festungspläne und neuer Widerstand?


Samstag, 13:00 Uhr, Plenum

Aktion Bleiberecht diskutiert mit Gästen. Wir benutzen dazu die Methode „Fishbowl“ — eine Art Podiumsdiskussin mit ständig wechselnden Beteiligten. Es gibt eine Einführung am Anfang.


Samstag, ab 14:00 Uhr, Kaffee, Tee und Kuchen

Selbstgebackene Köstlichkeiten


Samstag, 14:00 Uhr, Vortrag

Migrantenorganisierung in Almeria/Spanien: Spätestens nach den Ereignissen in Ceuta und Melilla vor einem Jahr ist die Situation an der aufgerüsteten Grenze zwischen Nordafrika und Spanien breiter bekannt geworden. Weniger bekannt sind die Versuche der MigrantInnen, sich gegen die Ausbeutungsbedingungen in der Agrarindustrie im Süden Spaniens zu organisieren.


Samstag, 15:00 Uhr, live

Freiburger Action-Samba-Gruppe


Samstag, 16:00 Uhr, Vortrag

Betroffene berichten über afrikanische Flüchtlinge in Freiburg und die Situation in Afrika, speziell in Togo.


Samstag, 17:00 Uhr, Workshop

Aufbau eines Unterstütungsnetzwerks für Illegalisierte und andere Flüchtlinge

Sans-Papiers — Flüchtlinge ohne Papiere — haben die Entscheidung nicht, sich dem Gesetz zu beugen oder ihm zu trotzen: Sie sind einfach am „falschen“ Ort und dadurch illegal.

Wer vom deutschen Staat illegalisiert in diesem Land lebt, für den wird jede alltägliche, normale Handlung zur Gefahr, zu einem Gesetzesverstoß. Ein „Illegaler“, der mit Fahrkarte im Zug erwischt wird, zahlt im Zweifelsfall ein Vielfaches wie der ohne: ihm droht die Abschiebung in Hunger, Not oder Verfolgung. Wie überlebt eineR, der/ die eigentlich gar nicht existiert oder existieren darf? Der keiner Gewerkschaft beitreten darf, um sich als Arbeitnehmer zu verteidigen? Die nirgends offiziell wohnen darf? Der niemals in eine Kontrolle geraten darf? Für die es keinerlei Rechte gibt?

Die Idee ist, ein UnterstützerInnennetzwerk aufzubauen. In dem Workshop soll es darum gehen, wie wir ohne große Anstrengung über unsere alltäglichen Kapazitäten, Illegalisierten zu einem alltäglicheren Alltag verhelfen können.

Doch welche Bedürfnisse haben Illegalisierte überhaupt? Welche Sicherheiten können wir ihnen geben? Wer von uns kann ihnen was bieten?

Diese Fragen sollen heute gemeinsam erarbeitet werden. Auch Leute, die sich bisher noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben, sind herzlich willkommen!


Samstag, 18:00 Uhr, Film und Diskussion

Zur Situation in Bolivien seit 2003: Seit Ende der 90er Jahre hat es in Bolivien breite Kämpfe und Mobilisierungen gegen Privatisierungsprojekte, gegen die Politik der transnationalen Konzerne und gegen die Regierung gegeben: mehrere Präsidenten mussten gehen, seit 2005 ist mit Evo Morales ein Präsident aus der indigenen Mehrheit des Landes an der Macht. Mit der „Nationalisierung“ der Erdgasreserven am 1.Mai 2006 hat er für Aufsehen gesorgt. Was hat sich in Bolivien verändert, was ist aus den Bewegungen geworden?


Samstag, 19:00 Uhr, Das wunderbare DIY-VoKü-Team kredenzt nahrhaftes Essen.

DIY = Do It Yourself = Mach es selbst! VoKü = Volxküche = Menschen kochen für Menschen (auf Spendenbasis).


Samstag, 20:30 Uhr, Rede mit Dias: Projektion von DVD

„...ein Flüchtling der ertrinkt, ist ein Flüchtling der ertrinkt...“

Von und mit Navid Kermani, deutsch-iranischer Schriftsteller

Ausschnitte aus seiner Rede, die er im Oktober 2005 im Wiener Burgtheater anlässlich der blutigen Ereignisse in Ceuta und Melilla gehalten hat. Der Redeausschnitt wird durch DIAS bekräftigt.

Zur Erinnerung an die Ereignisse im Herbst 2005 in Ceuta und Melilla: Hunderte afrikanische Flüchtlinge und MigrantInnen stellten die Festung Europa durch den kollektiven Versuch die Grenzen zu überwinden, in Frage. Sie machten gleichzeitig indirekt auf weltweite Ausbeutungsverhältnisse und deren Auswirkungen auf das Leben jedes Einzelnen aufmerksam.


Samstag, 21:30 Uhr, Filme nach Wahl der Anwesenden


Samstag, 22:30 Uhr, Finale

Je nach Wetter und anwesenden MusikerInnen gibt es Lieder und Rhythmen zum Abbau des Zeltes und Reinigen des Platzes. Helfende Hände sind sehr willkommen.