Rosenberg-Hohenberg (Korrespondenz): Die 2.000 Teilnehmer bei der Kundgebung und Demonstration in Rosenberg-Hohenberg bei Ellwangen im Ostalbkreis forderten: "Nie wieder Volksgemeinschaft! Keine Zentren für Nazis!" Das Bündnis für ein Buntes Hall (gemeint ist Schwäbisch Hall), das Antifaschistische Aktionsbündnis Baden Württemberg und zahlreiche weitere Organisationen und Unterstützer riefen anlässlich des 60. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus zu dieser Kundgebung auf. Auffallend war, dass außer den mit Bussen aus Heidelberg, Freiburg, Stuttgart und Schwäbisch Hall angereisten Antifaschisten eine große Beteiligung der dortigen Einwohner war. Sie alle wollen verhindern, dass aus dem alten Landgasthof "Goldenes Kreuz" eine Nazi-Schulungsstätte wird.

Die Demonstrationsteilnehmer von Rosenberg nach Hohenberg gedachten auch des Todesmarsches vor genau 60 Jahren, der vom KZ Schwäbisch Hall-Hessental nach Dachau auf der gleichen Strecke stattfand. Als wir vor der geplanten braunen Kaderschmiede ankamen, hatten die Nazis alles verbrettert und vernagelt. Sie fotografierten die Antifaschisten mit mehreren Kameras, hatten sich aber vollkommen vermummt. Wovor hatten sie Angst? Wir hatten strenge Sicherheitsauflagen bekommen. Es gab eine Bannmeile, Kundgebungsverbot vor dem Haus, Weichholz-Transparentstangen ...

Alle Antifaschisten hielten sich exakt an die Vorschriften und es gab riesigen Beifall für die eindeutige Forderung nach dem Verbot aller faschistischen Parteien und Organisationen. Wir haben den Nazis auch versprochen, dass wir immer wieder kommen werden. Vom REBELL wurden Kontakte geknüpft für das Antifaschistische Tribunal auf dem Pfingstjugendtreffen und Interessierte gewonnen.


Quelle: Rote Fahne News vom Montag, 11. April 2005


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