Kein Treffen der Waffen-SS!

Communiqué vom 09.07.06

Am 23. Juli will die Freiburger Ortsgruppe der Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit ehemaliger Angehöriger der Waffen-SS (HIAG) ihre 33. Sommerveranstaltung durchführen. Erwartet werden Altnazis aus dem süddeutschen Raum, darunter die HIAG-Gemeinschaften Bruchsal und Karlsruhe, sowie Kameraden der Militärhistorischen Arbeitsgemeinschaft (MIHAG) aus der Schweiz und Gleichgesinnte aus dem Elsass. Erster Sprecher der 1951 gegründeten HIAG Freiburg ist Adolf Zanger aus Ettenheim nördlich von Freiburg.

Die Veteranen der Waffen-SS schlossen sich nach 1951 zu einem Traditionsverband zusammen. Ziele der HIAG waren und sind die rechtliche Unterstützung ehemaliger Waffen-SS-Mitglieder sowie deren gesellschaftliche Rehabilitation. Wir weisen in diesem Zusammenhang auf die Veranstaltung „Organisierte Veteranen der Waffen-SS in der frühen Bundesrepublik 1949-1961“ am Donnerstag, den 13. Juli 2006, um 20 Uhr in der KTS hin.

Auch in Südbaden leben noch immer ungeschoren ehemalige Funktionsträger des Nationalsozialismus, etwa der „furchtbare Jurist“ und ehemalige Ministerpräsident Baden-Württembergs Hans Filbinger in Freiburg-Günterstal oder der in Italien als Mörder verurteilte Waffen-SS-Mann Georg Rauch in Rümmingen bei Lörrach. Auch in Südbaden treffen sich GeschichtsrevisionistInnen wie im Februar in Umkirch bei Freiburg.

Noch immer ist die HIAG aktiv, noch immer treffen sich regelmäßig Mitglieder der Waffen-SS, um den Nationalsozialimus zu verherrlichen. Doch dagegen gibt es Widerstand, so verhinderten AntifaschistInnen im März 2006 in Hamburg ein Treffen der HIAG. Die geschichtsrevisionistischen Treffen der Ewiggestrigen sind ein Skandal und müssen endlich öffentlich thematisiert werden. Es kann nicht angehen, dass in Freiburg über sechzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges noch immer die Täter Jahr für Jahr ungestört den Nationalsozialismus feiern.

Die HIAG zerschlagen!

Antifa Freiburg


Am 23. Juli wurden Flugblätter (Druck) in Münchweier verteilt und das Treffen im „Metzgereigasthof Rebstock“ von AntifaschistInnen gestört.