Die Eröffnungsveranstaltung am Samstag, 3. Juli, um 20 Uhr in der KTS ist Teil des Rahmenprogramms unserer Ausstellung "Wusstet ihr das, ihr, die ihr wisst?"

"Sag, wenn du besser als ich warst, damals......." (Anita K.)
Das Mädchenkonzentrationslager Uckermark

Zur Eröffnung der Ausstellung zu den ehemaligen Konzentrationslagern Ravensbrück und Uckermark wird Christina Waschkiewicz von der Lagergemeinschaft Ravensbrück sprechen. Dabei soll insbesondere auf das Mädchenkonzentrationslager Uckermark eingegangen werden, das im nationalsozialistischen Lagersystem zu den so genannten Jugendschutzlagern gehörte. Aber auch die Verbindungen zum nahe gelegenen Frauenkonzentrationslager Ravensbrück werden Thema des Vortrags sein.

Das Duo "Tunklgold" wird die Ausstellungseröffnung mit jiddischer Musik begleiten. Sie befassen sich seit langem leidenschaftlich und intensiv mit jiddischer (wie überhaupt jüdischer) Literatur. Jiddisch - die Sprache der osteuropäischen Jüdinnen und Juden - wurde zum Symbol einer durch den Nationalsozialismus zerstören Kultur, war sie doch die Sprache der größten Opfergruppe der Shoah. Jiddisch wurde aber mehr noch zum Hoffnungszeichen dieser Kultur, die sich nicht gänzlich zerstören ließ und die von der Vitalität, dem Mut und dem Überlebenswillen von Menschen jenseits der Hoffnung erzählt. Mittels Poesie und Musik spendeten sich die Menschen in den Ghettos und Lagern der NationalsozialistInnen gegenseitig Kraft und Trost und so ist ihre Musik für uns heute Zeugin des Geschehenen. Inspiriert durch die Dichtung Mangers und anderer jiddischer Dichter entstand ein eigensinniges und erfrischendes Programm mit poetischen Liedern, Balladen und traditionellen Stücken. Eine kleine Auswahl dieser Lieder wird an diesem Abend von Tunklgold vorgestellt.
Tunklgold sind: Manuela Becker (Gesang) und Zeljka Saric (Akkordeon)

Veranstaltet von der Antifa Freiburg
Mitveranstaltet von der VVN-BdA Freiburg und der Fachschaft Gender Studies und der Lagergemeinschaft Ravensbrück