Für den Erhalt und Ausbau autonomer Freiräume

Aktionswochenende vom 19.-21. März 2004

Ende März 1994 wurde Haus 11 auf dem Vaubangelände besetzt. Der Beginn eines Versuchs, selbstverwaltet und unkommerziell Kultur und Politik miteinander zu verbinden. Der Beginn einer wechselvollen Geschichte in mittlerweile drei Häusern, zuerst besetzt, seit 1998 legal in den Räumen des Bahnbetriebwerkes in der Basler Straße.

Nach zehn Jahren steht die KTS angesichts gekündigter Räume irgendwo zwischen Abgrund, Verbleib und Neubeginn. Für ein Projekt, dass sich gesellschaftskritisch und emanzipatorisch versteht und dies auch gegen die Schwierigkeiten des Alltags durchzusetzen versucht kein ungewöhnlicher Zustand. Sowohl im Inneren wie auch im Kontakt nach außen sind Konflikte nichts außergewöhnliches.

Wir wollen das 10jährige Bestehen der KTS deshalb feiern, egal ob wir gekündigt sind oder nicht. Wir wollen diese Feier dazu nutzen, unser Verständnis von Selbstverwaltung in seiner ganzen Vielfalt nach außen zu tragen und es gleichzeitig miteinander zu diskutieren. Deshalb finden zwischen dem 19. und 21. März sowohl öffentliche Veranstaltungen statt, wie auch ein Vernetzungstreffen autonomer Zentren, Wagenplätze und besetzter Häuser.

Höhepunkt des öffentlichen Teils wird eine Love&Hate Parade am Samstag, 20. März sein. Wir wollen dabei versuchen möglichst viel von dem auf die Straße zu tragen, für das die Räumlichkeiten der KTS genutzt werden. Einen großen Teil der KTS machen sicherlich die unkommerziellen Parties und Konzerte aus, die KünstlerInnen abseits der Vermarktungslogik eine Chance zum Auftritt geben, für Initiiativen eine Möglichkeit zur Finanzierung ihrer Arbeit sind und nicht zuletzt jede Menge Spaß machen. Für diesen Teil stehen Wägen mit Life-Musik und DJ’s, die die Parade begleiten werden.

Die KTS ist nicht denkbar ohne die Beteiligung vieler politischer Gruppen und dem Versuch emanzipatorische Veränderungen in der Gesellschaft anzustoßen. Deshalb wollen wir an verschiedenen Stellen der Demoroute Redebeiträge und fantasievolle Aktionen, die auf liebens- und hassenswertes in der Stadt Freiburg bzw. der Gesellschaft hinweisen.

Nicht zuletzt wünschen wir uns viele Menschen, die im Sinne einer galaxisweiten Mobilisation ihren eigenen Beitrag zum Gelingen der Demonstration einbringen. Ob Straßentheater oder ein marsianischer Block, wir freuen uns über kreative Ideen und Überraschungen.

Treffpunkt für die Demo ist 13 Uhr auf dem Platz der alten Synagoge (beim Stadttheater).

Die anderen Veranstaltungen des Wochenendes werden voraussichtlich in den Räumen der KTS, Basler Str. 103 stattfinden. Aktuelle Programmhinweise gibt es unter www.kts-freiburg.org/10jahre/. Wenn ihr euch an der Planung und Durchführung des Wochenendes beteiligen wollt, könnt ihr gerne Kontakt mit uns aufnehmen.