Stadt verbietet Schaub-Auftritt

’’In Freiburg unerwünscht’’

Die Stadt Freiburg hat dem Schweizer Rechtsextremen Bernhard Schaub verboten, bei einer für heute geplanten Versammlung der "Bewegung Deutsche Volksgemeinschaft" (BDVG) in Freiburg aufzutreten. "Der Holocaust-Leugner ist in der Stadt Freiburg eine unerwünschte Person", heißt es in einer Mitteilung des städtischen Presseamtes. Deshalb habe das Amt für öffentliche Ordnung verfügt, dass sich Schaub nicht am Ort der Veranstaltung oder in dessen Nähe aufhalten dürfe. Dies sei dem Rechtsextremen, dem die Stadtverwaltung schon die politische Betätigung bei dem NPD-Aufmarsch am 14. September 2002 untersagt hatte, schriftlich mitgeteilt worden, so Iris Woltemate vom Presseamt. Ein Verbot der BDVG-Versammlung sei jedoch "derzeit nicht möglich". In deren Vorfeld hat die "Antifa Freiburg" für heute um 16 Uhr eine Kundgebung auf dem Rathausplatz angekündigt.


Quelle: Badische Zeitung vom Samstag, 17. Januar 2004