Wir dokumentieren die Ankündung des Films Befreiung in der KTS. Die ersten drei Teile werden am 5. Mai ab 16 Uhr und die letzten zwei am 8. Mai um 20 Uhr gezeigt.

Zur Feier des 60. Jahrestages der deutschen Niederlage im zweiten Weltkrieg zeigen wir einen der wenigen dem Anlaß angemessenen Filme: "Die Befreiung" von Juri Oserow. Das 5-teilige und insgesamt 7,5-stündige Werk umfaßt den Zeitraum von Anfang 1943 bis zum Ende des Krieges.

Gezeigt wird das Kriegsgeschehen hauptsächlich aus Sicht der Roten Armee, aber auch die Kämpfe der anderen Alliierten und der PartisanInnen in allen Ländern werden ausführlich dargestellt. Szenen politischer Entscheidungen und Schlachtszenen wechseln ab mit Episoden aus dem Leben einfacher Kriegsteilnehmer und privater Momente. Der Film zeichnet sich durch eine große historische Genauigkeit aus, historisch verbürgte Szenen werden durch schwarzweiß-Darstellung von den fiktiven, aber dennoch realistischen Szenen abgehoben.

Die Internationalität des Filmteams (Sowjetunion, DDR, Polen, Italien) ermöglichte neben einer ausgewogenen Darstellung auch das für die Authentizität enorm wichtige Drehen an Originalschauplätzen. Herausragend ist die Einarbeitung von vielen Originalaufnahmen, der D-Day ist ebenso zu sehen wie deutsche Soldaten, die als Kriegsgefangene durch Moskau geführt werden. Viele Ereignisse sind bis heute unübertroffen filmisch umgesetzt, man vergleiche etwa die Darstellung Hitlers samt Selbstmord im Führerbunker mit einem aktuellen Machwerk wie "Der Untergang".

Den Film, der von 1969 bis 1972 mit einem gewaltigen und bis dahin unerreichten Budget gedreht wurde, haben bis jetzt über 300 Millionen KinobesucherInnen in mehr als 100 Ländern gesehen. Pünktlich zum 8. Mai ist er neu herausgekommen und bietet uns die Gelegenheit, die gewaltigen Opfer und Anstrengungen, den Mut und Lebenswillen aller SoldatInnen und WiderstandskämpferInnen in Erinnerung zu rufen, die zum Sieg über die deutsche Barbarei beigetragen haben.

Der Eintritt ist frei und an Getränken, Snacks und Pausen wird es nicht mangeln, zumal wir diesen cineastischen Kraftakt auf zwei Termine verteilt haben. Los geht es mit einem langen Kinotag am 5. Mai, an dem wir die ersten drei Teile, also etwa 5 Stunden zeigen. Beginn: 16.00 Uhr. Das Finale in Form der letzten beiden Teile, etwa 2,5 Stunden, findet natürlich am 8. Mai statt, Beginn 20.00 Uhr. Wenn dann die rote Fahne auf dem Reichstag gehisst wird, lassen wir die Sektkorken knallen, anschließend wird mit DJs und passender Dekoration gefeiert bis zum roten Sonnenaufgang!