Meldungen November 2005

  • Dienstag, 01.11.2005

    Eine erste Auswerungen der Daten des Hacks des Neonaziportals „Freier Widerstand“ wurde veröffentlicht. Merci für die Arbeit!

  • Dienstag, 01.11.2005

    Nach Aufmärschen und Kundgebungen, einer Kameradschaft und einem rechtsradikalen Netzwerk, zahlreichen Neonazi-Konzerten sowie einer lokalen Nazipostille hat die Kleinstadt Gotha nun Neues zu bieten: Einen eingetragenen Verein der rechtsextremen Szene, der Schulungen & Nazirock-Konzerte organisiert und ein gepachtetes Vereinshaus das als Ausgangspunkt für neofaschistische Gewaltakte fungiert. Nach dem sich die Überfälle in den letzten Wochen verschärften, sogar AnwohnerInnen Unterschriftenaktionen gegen den „Naziterror“ initiierten, sah sich die Polizei unter Druck gesetzt und ließ nach einer Durchsuchungsaktion einen Nazitreff vorerst schließen, sowie einige braune Schläger verhaften. Die Vereinsstruktur existiert weiterhin.

  • Dienstag, 01.11.2005

    Am 1.11. fand der 15. Prozesstag im Magdeburger Verfahren statt. Fast pünktlich um 9:30 Uhr begann der Prozesstag gegen Daniel vor dem Staatsschutzsenat am OLG Naumburg. Wir fordern ein Ende der Kriminalisierung der Magdeburger Linken, die Abschaffung des Paragraphen 129/a/b, die Auflösung der BKA "Einsatzgruppe Magdeburg", die Offenlegung aller laufenden Ermittlungsverfahren, die Abschaffung der Beugehaft und die Freilassung Carstens und nicht zuletzt Freispruch für Daniel!

  • Dienstag, 01.11.2005

    Bei den geplanten Naziaufmärschen in Rastatt und Karlsruhe am 3. Dezember wird das freie Radio Querfunk auf der Frequenz 104,8 MHz live berichten.

  • Dienstag, 01.11.2005

    In Pforzheim wollen die Nazis des "Freundeskreis ’Ein Herz für Deutschland’" (FHD) am 23. Februar 2006 wieder einen Fackelmarsch machen. Wenn es nach dem Willen der Stadt geht, sollen sie das auch dürfen. Sie verbot eine antifaschistische Kundgebung, obwohl diese drei Wochen vor der der Nazis angemeldet wurde. Als skandalöse Begründung wird ein Gewohnheitsrecht der Nazis angeführt. Würde uns nicht wundern, wenn die Stadt den Nazis auch noch die Anmeldegebühren erlässt, mit denen sie linke Meinungsäußerungen bestraft.

  • Mittwoch, 02.11.2005

    Vor 15 Jahren, am 14. November 1990, wurden die besetzten Häuser in der Mainzer Straße in Berlin geräumt. Das Umbruch Bildarchiv hat eine Fotoreportage veröffentlicht. Der Esel hat Filme zu den Häuserkämpfen.

  • Mittwoch, 02.11.2005

    Ab sofort ist das Hausprojekt NewYorck59 im Bethanien räumungsbedroht! Nach der gewaltsamen Räumung am 6.6. droht den 60 BewohnerInnen und zahlreichen Initiativen des Projektes eine abermalige polizeiliche Räumung - diesmal direkt verantwortet durch die "Linkspartei.PDS" bzw die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain/Kreuzberg, Cornelia Reinauer. Auf der Sitzung am 1.11. des Bezirksamtes wurde die Berliner Polizei angewiesen, das Hausprojekt unverzüglich zu räumen. Dies geschah auf Initiative der PDS und mit Unterstützung der SPD-Stimmen im Bezirksamt. Am 2.11. gab es eine Anti-Räumungs-Demo mit 500 TeilnehmerInnen.
    Indy berichtete: 1 2

  • Mittwoch, 02.11.2005

    In Frankfurt (Oder) zeigt sich der deutsche Repressionsstaat von seiner aggressivsten Seite. Hausdurchsuchungen, die anschliessend vom Gericht für illegal erklärt werden. DNA-Entnahmen ohne richterlichen Beschluss. Illegale ED-Behandlung unter Einsatz körperlicher Gewalt. Time to wake up!

  • Donnerstag, 03.11.2005

    Seit Tagen gibt es Aufstände in den Banlieues von Paris, nachdem am 27. Oktober zwei Jugendliche von den Bullen zu Tode gehetzt wurden. Der Ablauf der Ereignisse sowie die Reaktionen von Politik und der Medien werden in einem Hintergrundbericht bei Telepolis beleuchtet.
    C’est l’histoire d’un homme qui tombe d’un building de cinquante étages. À chaque étage, au fur et à mesure de sa chute, il se répète pour sans cesse se rassurer: «Jusqu’ici tout va bien, jusqu’ici tout va bien, jusqu’ici tout va bien...»

  • Donnerstag, 03.11.2005

    Im Kosovo schert sich die Bundeswehr einen Dreck um Frauenrechte. Doch die menschenverachtende Praxis der Zwangprostitution hat eine lange Tradition in deutschen Armeen. Die Bundeswehr erweist sich hier als gelehrige Schülerin der Wehrmacht.

  • Donnerstag, 03.11.2005

    Es wurde eine weitere Auswertung des Hacks der Website freier-widerstand.net veröffentlicht, diesmal für NRW. Das „Freie Forum“ ist noch immer abgeschaltet, aber wer traute sich auch schon nach so einer Blamage noch an die Öffentlichkeit?

  • Donnerstag, 03.11.2005

    Am 29. Oktober spielten im "Gladhouse" — einem Jugendkulturzentrum im südbrandenburgischem Cottbus — die Bands Discipline, Toxpack und Eastside Boys auf. Etwa 50 Nazis mischten sich unters Publikum und attackierten die linken Gäste massiv, so dass es viele Verletzte gab.

  • Freitag, 04.11.2005

    Ab Dienstag, den 8.11., gibt es an Uni, PH, verschiedenen Schulen und KFH Protest mit offenem Ende. An der Uni findet um 11 Uhr und an der PH um 12 Uhr eine VV statt. Diverse Aktionen sind geplant und am Donnerstag, den 10.11., soll es um 13 Uhr eine große Fahrraddemo ab Fahnenbergplatz geben. Am Mittwoch, den 30.11., ist eine landesweite Großdemo gegen Sozialabbau und Bildungsabschaffung in Stuttgart geplant.

  • Freitag, 04.11.2005

    Am Sonntag, den 20. November, läuft im Friedrichsbau der Dokumentarfilm "Die Judenschublade" an. Um 11 Uhr ist Matinée mit anschließender Premierenfeier, um 19 Uhr findet die erste Vorführung in Anwesenheit der Filmemacher statt.

  • Freitag, 04.11.2005

    Im niedersächsischen Verden wurde ein NPD-Infostand in der Innenstand umgeworfen und das Propagandamaterial zu Boden geworfen. Im Verlauf des folgenden Handgemenges, in dessen Verlauf der bekannte Nazi Malte Bormann einen Fotografen so schwer schlug, dass dieser mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
    Don’t you dare...
    Indy berichtete: 1 2

  • Sonnabend, 05.11.2005

    Gegen den Naziaufmarsch in Karlsruhe und Rastatt (1 2) am 3.12. gibt es neues Mobilisierungsmaterial: Filmtrailer, Jingles, Flyer und Plakate.

  • Sonnabend, 05.11.2005

    Leider ist Kurt Julius Goldstein nicht reisefähig und kann daher am 9. November nicht wie geplant an der Gedenkveranstaltung an die Reichsprogromnacht um 17:30 Uhr am Platz der alten Synagoge teilnehmen. Er wurde am 3. November 91 Jahre alt und wir gratulieren ganz herzlich.

  • Sonntag, 06.11.2005

    Anlässlich eines Festaktes im Rahmen des Dies Universitatis an der Eberhard Karls Universität in Tübingen wurde Prof. Peter Gaethgens, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, am 3.11. eine Torte überreicht.
    Indy berichtete: 1 2 3

  • Sonntag, 06.11.2005

    Ein weiteres Naziforum wurde von der Datenantifa gehackt. Ein Backup der Datenbank kann von der Seite runtergeladen werden.

  • Sonntag, 06.11.2005

    In Potsdam scheiterten am 5. November etwa 250 Nazis um den Anmelder Christian Worch an den Aktionen von 5000 AntifaschistInnen, sie konnten keinen Meter marschieren. Stattdessen ging ein riesiges Bullenaufgebot mit ihnen in Berlin Gassi. Freiheit für Julia!
    Indy berichtete: 1 2 3 4 5 6 7 8 9

  • Sonntag, 06.11.2005

    Die FAU Magdeburg hat eine Einschätzung des 129a-Verfahrens gegen unseren Genossen Daniel. Daher kommt auch an den beiden letzten Verhandlungstagen nach Halle (Thüringer Str. 16, 06112 Halle/Saale). Am 15. November wird es im Anschluss an den Prozess eine Kundgebung in der Innenstadt von Halle geben. Am 22. November - dem Tag der Urteilsverkündung - gibt es direkt im Anschluss dieser eine Demonstration durch Halle vom Gerichtsgebäude ausgehend. Weg mit 129/a/b!

  • Sonntag, 06.11.2005

    Am 6. November fand eine bundesweite Demonstration unter Motto "Atomkraft nein Danke, erneuerbare Energien jetzt" mit über 5000 Menschen statt. Am 19. November findet in Hitzacker die Auftaktkundgebung gegen den bevorstehenden Castor-Transport statt. Sofortausstieg jetzt!
    Indy berichtete: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

  • Sonntag, 06.11.2005

    In Bremen brannte es in der Nacht auf den 6. November nach französischem Vorbild.
    Indy berichtete: 1 2
    Die taz schrieb: 1 2
    Währenddessen rebellieren in ganz Frankreich die MirgantInnen und ihr Hass entlädt sich in blinder Gewalt.

  • Sonntag, 06.11.2005

    In Hamburg wurden in der Nacht auf den 6. November Nazis, die ein Konzert in St. Pauli machen wollten, militant angegriffen und vertrieben. Es flogen Steine und Flaschen, diverse Busse wurden entglast, ein Peterwagen zerstört und es kam zu Straßenschlachten mit den Bullen. Ob friedlich oder militant, wichtig ist der Widerstand!
    Indy berichtete: 1 2 3

  • Sonntag, 06.11.2005

    Am 5.11. fand bei Frauenfeld im Kanton Thurgau zwischen Konstanz und Zürich ein Konzert mit etwa 90 Naziskins statt.
    Indy berichtete: 1 2

  • Sonntag, 06.11.2005

    In Gräfenberg bei Nürnberg blockierten am 6. November 200 Menschen einen Naziaufmarsch. Die 150 Nazis mussten ihren Aufmarsch abbrechen. Am 13. November findet in Gräfenberg eine antifaschistische Demostration gegen deutsche Opfermythen statt.

  • Sonntag, 06.11.2005

    Vor 30 Jahren wurde der bekennende Schwule und kommunistische Künstler Paolo Pasolini während der Zeit der Strategie der Spannung in Rom ermordet. Noch immer sind die Umstände seines Todes nicht geklärt, aber er war vielen Rechten ein Dorn im Auge — denen auf der Straße, denen in den Parlamenten und denen in der Kirche.
    Io so. Ma non ho le prove. Non ho nemmeno indizi.
    Indy fragte: 1 2

  • Sonntag, 06.11.2005

    Nach ihrem Einzug in den Landtag arbeitet die NPD massiv an Strukturen, um ihre Wählerbasis auszubauen. Konkret geht es momentan um Grundstückskäufe. Um dem Problem gleich von vornherein zu begegnen, haben sich in Dresden Initiativen und Gruppen für die Kampagne "Keine Geschäfte mit Nazis - der NPD den Boden entziehen" zusammengetan. Am 12. November wird im Rahmen der Kampagne eine Demonstration zur NPD-Landeszentrale in Dresden stattfinden.

  • Sonntag, 06.11.2005

    In Ludwigshafen gab es am 5.11. Auseinandersetzungen mit Nazis. Erst griffen Antifas das Haus eines stadtbekannten Faschisten an, dann versuchten Nazis ein linkes Konzert zu überfallen, wurden jedoch von den Bullen daran gehindert.

  • Sonntag, 06.11.2005

    Weil sich die nordostdeutsche Stadt Ueckermünde gegen NPD-Aufmärsche nicht anders zu helfen weiß, will sie als bundesweit erste Kommune politische Veranstaltungen jeglicher Art mit der Unterstützung aller bürgerlichen Parteien von CDU bis Linkspartei komplett verbieten.

  • Montag, 07.11.2005

    Am 5. November demonstrierten etwa 300 Menschen im schleswig-holsteinischen Heide unter dem Motto "Keine Nazi-Aufmärsche! - Dithmarschen zeigt Courage" gegen die Aktivitäten von Neonazis in Dithmarschen und anderswo. Ein breites gesellschaftliches Bündnis, das von 29 Organisationen und Gruppen von der Antifa bis zur Jungen Union getragen wurde, rief zu der Demo auf. Die Demo wandte sich aber nicht nur gegen die Nazi-Aufmärsche vom 1. Mai und 10. September in Heide und vom 24. September in Brunsbüttel, sondern auch gegen das skandalöse Verhalten von Politik und Polizei, die die Aufmärsche ermöglicht hatten.
    Indy berichtete: 1 2

  • Montag, 07.11.2005

    In Berlin brannten wie zuvor in Bremen in der Nacht auf den 7. November 17 Autos. Die Bullen konnten keine Tatverdächtigen festnehmen.
    Indy berichtete: 1 2

  • Montag, 07.11.2005

    Heute morgen wurde im schweizerischen Winterthur ein Bürogebäude der Sulzer AG besetzt. Etwa eine Stunde nach der Besetzung wurde dieses geräumt. Vier Menschen wurden verhaftet. Solidarität mit den Gefangenen!

  • Montag, 07.11.2005

    Am 5. November fand in Mitlechtern im Odenwald ein als Verlobungsfeier getarntes Nazikonzert mit etwa 50 TeilnehmerInnen statt.

  • Montag, 07.11.2005

    Dem Holocaust-Leugner Ernst Zündel wird in Mannheim der Prozess wegen Volksverhetzung und Beleidigung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener gemacht. Nach seiner Abschiebung aus Kanada erwarten ihn bis zu fünf Jahre Haft. Das Urteil soll am 24. November gesprochen werden.

  • Dienstag, 08.11.2005

    Am 8.11. wurde die Nazisite www.nd-b.com von der Datenantifa gehackt. Who’s next?

  • Dienstag, 08.11.2005

    Die Revolte in Frankreich geht mit unverminderter Härte weiter und der französische Staat reagiert mit Notstandsgesetzen. Währenddessen wurden auch in Chemnitz Autos abgefackelt. Brennen bald Fahrräder in Weingarten?

  • Dienstag, 08.11.2005

    In Berlin-Kreuzberg 36 fand am 7.11. eine weitere Demo mit 150 Leuten zur Bundeszentrale der Linkspartei/PDS in Berlin-Mitte wegen des Räumungsbeschlusses von Kreuzbergs PDS und SPD gegen die Projekte im Südflügel des Bethanien-Gebäudes statt.
    Videos bei Indy: 1 2 3

  • Dienstag, 08.11.2005

    In Tübingen wurde ein Student zu zu 50 Euro Bußgeld und einer Verwarnung mit Strafvorbehalt über zehn Tagessätze zu je 15 Euro verurteilt, weil er mit einem kleinen durchgestrichenen Hakenkreuz an seinem Rucksack gegen Faschismus demonstriert hatte.

  • Dienstag, 08.11.2005

    In Frankfurt (Oder) ermitteln die Bullen aufgrund von Spekulationen und Vermutungen eines Informanten oder einer Informantin gegen die linke Szene. Das Vorgehen der Behörden ist ein einziger Skandal.

  • Dienstag, 08.11.2005

    Am Samstag, den 12. November, findet in Strasbourg eine Fuckparade statt. Vor dem Europäischen Parlament wird lautstark und bestimmt aber friedlich mit zahlreichen Soundsystemen und Redebeiträgen demonstriert und die weitere Aufklärung der Polizeiaktionen vor allem rund um CzechTek gefordert werden.

  • Dienstag, 08.11.2005

    Am 8.11. gab es nach einer Vollversammlung im KGI mit 500 Studis eine Spontandemo mit 250 TeilnehmerInnen. Bei der Deutschen Bank wurde Kohle gefordert, bei der CDU-Zentrale stießen die Bullen hinzu und beim Rektorat gab es Gerangel. Dort war der vordere Eingang von den Bullen versperrt, so dass die Studis versuchten, durch einen Hintereingang ins Gebäude zu gelangen. Da aber auch hier Bullen den Weg versperrten, wurde die Protestierenden sauer und nach einem Wortgefecht kam es zu einer Gewahrsamnahme. Das Opfer konnte befreit werden und der Protesttag endete mit Adbusting in der Mensa.

  • Mittwoch, 09.11.2005

    Auf Grundlage der französischen Notstandsgesetze wurde die Fuckparade in Strasbourg verboten. Die Informationen in der deutschen Presse über den Ausnahmezustand lassen derweil zu wünschen übrig. Während die Badische Zeitung von 35 Euro Bußgeld bei Verstößen gegen die Ausgangssperre spricht, redet die Frankfurter Rundschau von 3750 Euro Bußgeld oder zwei Monaten Gefängnis. Mittlerweile werden Autos nicht nur in Frankreich sondern auch in Gent, Antwerpen, Brüssel, Köln und Berlin abgefackelt. In Dresden wurde ein Bullenauto vollständig entglast.

  • Mittwoch, 09.11.2005

    In Ludwigshafen haben am 5.11. circa 70 autonome AntifaschistInnen Matthias Hermann, den Neuen und bisher Unbekannten unter den Kadern des sogenannten "Aktionsbüros Rhein-Neckar" geoutet. Eben dieses "AB Rhein-Neckar" plante für den selben Abend eine öffentlichkeitswirksame Aktion bei der Außenwette der ZDF-Sendung "Wetten dass..." im benachbarten Mannheim. Die Nazis brachen diese jedoch ab, noch bevor sie sie begonnen hatten, und versuchten statt dessen ein Punk/Hardcore-Konzert in Ludwigshafen anzugreifen. Dies misslang und 14 Nazis wurden in Gewahrsam genommen.

  • Mittwoch, 09.11.2005

    Am 9.11. wurde in Freiburg ein Flugblatt gegen die iranischen Drohungen eines "nuklearen Holocaust" und gegen eine "Partnerschaft" mit antisemitischen Terrorregimes verteilt, das wir auf unseren Seiten dokumentieren.

  • Donnerstag, 10.11.2005

    In der KTS läuft im November eine sehr empfehlenswerte Claude Lanzmann-Filmreihe. Jeweils an einem Sonntag um 20 Uhr werden Filme gezeigt, die eng mit "Shoah" zusammenhängen. Am 13.11. läuft Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr, am 20.11. der erste und am 27.11. der zweite Teil von Tsahal.

  • Donnerstag, 10.11.2005

    In Halbe wollen am 12.11. Neonazis auch dieses Jahr Altnazis gedenken. Wegen des antifaschistischen Erfolgs in Wunsiedel werden dieses Jahr über 3000 Nazis erwartet. Von der Antifa wird wegen der letztjährigen staatlichen Repressionen überregional nach Königs Wusterhausen mobilisiert, während von bürgerlicher Seite Veranstaltungen zu "Leid, Elend, Vertreibung und Kriegsgefangenschaft" der Deutschen direkt in Halbe organisiert werden.

  • Freitag, 11.11.2005

    In Köln fand am Jahrestag der Reichsprogromnacht am 9. November eine Antifademo mit 800 TeilnehmerInnen statt. Der für denselben Tag von Neonazis angemeldete Fackelmarsch durch das ehemals jüdische Viertel der Kölner Südstadt war vorher vom Verwaltungsgericht Köln verboten worden. Als Reaktion darauf haben Neonazis bereits einen weiteren Aufmarsch für den 19. November um 12 Uhr am Westbahnhof Köln angemeldet.
    Indy berichtete: 1 2

  • Freitag, 11.11.2005

    In Hildesheim wurde in der Nacht auf den 9. November, dem Jahrestag der Reichsprogromnacht vom 9. November 1938, das jüdisches Mahnmal auf dem Platz der ehemaligen Synagoge der Hildesheimer jüdischen Gemeinde großflächig mit roter Farbe beschmiert. Auf diesem Platz, am Rathaus der Stadt Hildesheim und am Kreistagsgebäude lagen zudem mit roter Farbe beschmierte Israel-Fahnen.

  • Freitag, 11.11.2005

    In Berlin haben in den frühen Abendstunden des 10.11. am Bahnhof Lichtenberg 20 Anti-Antifas einen Infostand des Silvio Meier Bündnisses überfallen. Die Kameradschaftler griffen die AntifaschistInnen mit Schlagstöcken, Eisenketten, Pfefferspray und Glasflaschen an. Viele der linken Jugendlichen erlitten Prellungen, Schnittwunden und Reizungen durch das Pfefferspray. Zu schweren Verletzungen kam es allem Anschein nach nicht. Am Abend demonstrierten etwa 200 Antifaschisten durch Lichtenberg um auf diesen Überfall und das rechte Klima im Bezirk aufmersam zu machen.

  • Freitag, 11.11.2005

    In Freiburg fand am 10. November im Rahmen der Studiproteste gegen Studiengebühren wieder eine Rolldemo mit mehr als 4000 TeilnehmerInnen aller Freiburger Hochschulen sowie Studis aus Konstanz statt. Die Innenstadt war für mehrere Stunden blockiert.

  • Freitag, 11.11.2005

    Im Infoladen in der KTS gibt es eine um Sicherheitssoftware für Windows und einer Anleitung erweiterte OpenSource-CD. Ziel ist es, die Festplatte zu verschlüsseln, Dateien sicher zu löschen, OpenPGP zu installieren, verschlüsselt zu mailen und zu chatten sowie anonym zu surfen. Damit wir auch morgen noch kraftvoll zubeißen können!

  • Freitag, 11.11.2005

    Im Friedrichsbau-Kino läuft zur Zeit jeden Abend außer Montag um 19:30 Uhr der antifaschistische Film "Edelweißpiraten". Er stellt den militanten Kampf der jugendlichen Widerstandsgruppe gegen die Nazis in Köln-Ehrenfeld 1944 als die logische Konsequenz aus der Unmenschlichkeit dar, die sie war.

  • Freitag, 11.11.2005

    Otto Beisheim, der Gründer des Metro-Konzerns und einer der reichsten Männer Europas, wollte sich mit zehn Millionen eine Schule kaufen. Aus der Millionenspende wird nun aber doch nichts, da Lehrer und Schüler es wagten nach der Vergangenheit ihres zukünfitgen Namenspatrons zu fragen. Und wer redet schon gerne über seine Zeit bei der Waffen-SS?

  • Freitag, 11.11.2005

    In Erfurt soll das Topf & Söhne-Gelände verkauft werden, auf dem sich auch ein besetztes Haus befindet. Während der Nazizeit wurden auf dem Gelände Krematorien und Teile der Gaskammern der deutschen KZs produziert. Zwar soll eine Gedenkstätte errichtet werden, aber Museen reichen nicht aus im Kampf gegen den Faschismus. Aus der Geschichte lernen heißt linke Infrastruktur schützen, gestalten und aufbauen. Denn der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.

  • Sonnabend, 12.11.2005

    Einen Tag nach dem Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurde im Thüringer Landtag die Aufnahme einer Antifaschismusklausel in die Thüringer Verfassung abgelehnt, da nicht Neonazismus, sondern "jeder politische Extremismus" bekämpft werden müsse. Gleichzeitig agieren Neonazis in Thüringen immer offener und haben für die nächsten Tage und Wochen zahlreiche Veranstaltungen angekündigt. Lest den Recherchebericht bei Indy.

  • Sonnabend, 12.11.2005

    In Halbe werden Nazis dank eines Gerichturteils und einer Armada Bullen am 12.11. ungestört aufmarschieren können.

  • Sonntag, 13.11.2005

    Der Münchner Bundestagskandidat der NPD Norman Bordin hat sich laut Spiegel TV an der Organisation eines "Blood and Honour"-Konzertes beteiligt. Das Magazin wird am 13.11. von 22:35 bis 23:20 Uhr auf RTL gesendet. Auf dem von der NPD Eggenfelden angemeldeten Konzert im bayerischen Mitterskirchen im Oktober wurde zum Mord an Reemtsma und Heer aufgerufen. Hannes Heer spricht am Dienstag, den 15. November, beim Jour Fixe im Jos Fritz Café.

  • Sonntag, 13.11.2005

    Tausende Menschen haben in Halbe den Marsch von 1500 Nazis zum größten deutschen Soldatenfriedhof verhindert. Die Nazis durchbrachen mit der Parole "Straße frei der deutschen Jugend" in Anlehnung an die Zeile "Die Straße frei den braunen Batallionen" aus dem Horst Wessel-Lied eine Bullenkette, konnten jedoch danach von den Bullen gestoppt werden. Insgesamt war das wieder mal einer von vielen schlechten Tagen für Nazis in letzter Zeit.
    Indy berichtete: 1 2 3 4

  • Sonntag, 13.11.2005

    Wegen der militanten Aktionen der Autonomen Antifa gegen die Naziaufmärsche in Göttingen und Friedrichshafen will Karlsruhe nun doch den geplanten Fackelmarsch der Nazis am 3.12. verbieten. Ob Rastatt nachzieht ist noch unklar, doch wahrscheinlich wird das Verbot vor Gericht keinen Bestand haben. Wir mobilisieren bei unserer Antifakneipe am Mittwoch, den 16.11., gegen die Aufmärsche. Gemeinsam gegen Faschismus! Auf nach Karlsruhe!

  • Sonntag, 13.11.2005

    Am 12. November demonstrierten in Dresden gut 500 Antifaschistinnen und Antifaschisten gegen die sächsische NPD-Zentrale. Die Demonstration war der Auftakt einer Kampagne gegen die Infrastruktur der NPD.
    Indy berichtete: 1 2

  • Sonntag, 13.11.2005

    Am 12. November bei der Kundgebung gegen das Gelöbnis in Bordenau, wo sich etwa 250 Gegner des Gelöbnisses versammelten, griff die Polizei — ähnlich wie beim Zapfenstreich in Berlin — die friedliche Kundgebung an. Bereits am 19. November ist die nächste militärische Provokation in Hannover geplant: Gerhard Schröder soll als scheidender Bundeskanzler von der Bundeswehr in Hannover mit einem großen Zapfenstreich verabschiedet werden.

  • Sonntag, 13.11.2005

    In Hamburg protestierten am 10. November kurzfristig 50 AntifaschistInnen gegen einen Vortrag von Bernd Rabehl über "Die Auswirkungen eines EU-Beitritts der Türkei auf die deutsche und europäische Innenpolitik" beim "Germanenabend" der neonazistischen Burschenschaft Germania.

  • Sonntag, 13.11.2005

    Am sogenannten "Volkstrauertag" oder auch "Heldengedenktag" weinten deutsche Volksgenossen mal wieder Krokodilstränen um deutsche Mörder. In Gera (1 2), Bochum (1 2 3) , Frankfurt , Greifswald und Weimar gab es Proteste.

  • Montag, 14.11.2005

    In Unterweissach bei Backnang nord-östlich von Stuttgart haben vier Nazis in der Nacht auf den 6.11. ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim verübt. Zuvor kam es zu massiven Nazischmiereien und bereits am 15.10. wurde von einem der Täter ein Brandanschlag auf das Haus einer Flüchtlingsfamilie in Unterweissach verübt. Die Nazis haben inzwischen ihr Ziel erreicht, denn das Flüchtlingsheim wurde von der Stadt geräumt. Knapp 200 Menschen protestierten am 12.11. gegen diese Entscheidung.
    Artikel in der Backnanger Kreiszeitung: 1 2 3 4 5 6

  • Montag, 14.11.2005

    Am Mittwoch, den 23. November findet um 14.30 im Amtsgericht Heidenheim, Saal 1, Olgastrasse 22 ein Prozess gegen einen Antifaschisten aus Stuttgart statt. Im wird vorgeworfen, im August diesen Jahres Steine auf einen Aufmarsch von Nazis in Heidenheim geworfen zu haben. Wie üblich beruht die Anklage ausschließlich auf Aussagen der Polizei. Zeigen wir uns solidarisch mit dem betroffenen Antifaschisten!

  • Montag, 14.11.2005

    Bei einer Razzia der Polizei am 11.11 in einem Szenetreff in Fichtenberg (Kreis Schwäbisch Hall) wurden zehn Männer und zwei Frauen der rechten Szene kontrolliert und mehrere Nazidevotionalien beschlagnahmt. illb berichtete: 1 2

  • Montag, 14.11.2005

    In Landau bei Karlsruhe kam es Anfang November zu schweren Naziangriffen. In der Nacht auf den 3.11. attackierten drei Nazis auf dem Marktplatz eine junge alternativ aussehende Frau. Bei diesem Angriff wurde die betroffene Person brutal zu Boden geworfen und von den 3 Tätern mit Fußtritten in die Bauchgegend verletzt. In der Nacht auf den 4.11. schlugen Nazis, welche teilweise auch bei dem brutalen Angriff in der vorangegangenen Nacht beteiligt waren, einen jungen Punk am Hauptbahnhof nieder. Dabei erlitt der Mann schwere Verletzungen in der Gesichtsgegend. Einer der polizeibekannten Nazis wurde noch in der selben Nacht mit blutverschmiertem Pullover von der Polizei festgenommen.

  • Montag, 14.11.2005

    Am 12.11. gab es in Königswusterhausen eine Demo mit etwa 400 TeilnehmerInnen gegen die "Thor Steinar"-Zentrale. Bei Indymedia ist ein Überblick über die jüngsten Ereignissen rund um die Nazimarke erschienen.

  • Montag, 14.11.2005

    Christian sitzt im Knast, weil er sich Nazis militant in den Weg gestellt hat. Seine Post wird willkürlich beschlagnahmt, ein CD-Player wurde bei der Kontrolle zerstört, er darf nur einmal in der Woche Sport machen, nur sechsmal im Monat duschen. Christian wird komplett isoliert, jeglicher Kontakt zu anderen Gefangenen wird unterbunden. Am 17. November findet im Amtsgericht Berlin, Eingang Wilsnacker Str. 4, Raum 136 B, um 9:15 Uhr nach neun Monaten U-Haft sein Prozess statt. Er braucht unsere Solidarität und er braucht unser Geld. Schreibt, spendet, geht zum Prozesstermin, macht Soliaktionen. Keiner unserer Gefangenen ist vergessen! Sein Kampf ist unser Kampf!

  • Dienstag, 15.11.2005

    Am 22. Oktober fand im niederbayerischen Mitterskirchen- Mittelschwaib ein von Norman Bordin organisiertes Blood&Honour- Nazikonzert statt. Bei dem, wie ein Spiegel TV Fernsehbericht belegt, strafrechtlich relevanten Konzert griffen die Bullen nicht ein und der bayerische Geheimdienst wusste angeblich mal wieder von nichts.

  • Dienstag, 15.11.2005

    Aus Protest gegen den am 19. November bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben gab es mehrere Hakenkrallenangriffe auf Oberleitungen der Bahn in ganz Deutschland. In Berlin wurde ein Transportfahrzeug der Bahn in Brand gesetzt.
    Indy berichtete: 1 2 3 4 5

  • Dienstag, 15.11.2005

    Im russischen St. Petersburg wurde am 13.11. der 20-jährige Antifaschist und Musiker Timur Katscharawa in der Nähe des Newa Prospekts von FaschistInnen erstochen. Er starb am Ort des Angriffs durch die Wunden im Hals. Sein Freund Maxim Zgibai wurde schwer verletzt und liegt im Krankenhaus. Er wurde inzwischen von FreundInnen besucht, die berichten, dass sein Zustand stabil sei. Timur Katscharawa war Gitarrist der Bands ’Sandinista’ und ’Distress’ und war zuletzt im Sommer in Berlin. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, es gab bisher aber noch keine Festnahmen. Die Beerdigung wird am 16.11. stattfinden.

  • Dienstag, 15.11.2005

    Matthias Rößler, ehemaliger CDU-Minister in Sachsen und größter Widersacher von Sachsens Ministerpräsident Georg Milbrandt, verfasste ein Thesenpapier zu Patriotismus, in dem sich nicht nur Begriffe wie "Schicksalsgemeinschaft" wiederfinden, sondern auch noch das Singen der Nationalhymne als Pflichtveranstaltung im Schulunterricht gefordert wird! Georg Milbradt ließ sich nicht lumpen und legte nach: "Wer sein Volk nicht achtet, kann auch andere nicht achten." Genau: Wer Deutschland liebt, den können wir nur hassen!

  • Dienstag, 15.11.2005

    Der Prozess gegen den Nazi Ernst Zündel ist geplatzt und muss neu aufgerollt werden. Seine antisemitische Anwältin war vom Gericht abgelehnt worden.

  • Mittwoch, 16.11.2005

    Der aus den USA abgeschobene Holocaust-Leugner Germar Rudolf ist auf dem Frankfurter Flughafen von BKA-Beamten verhaftet worden. Er wird laut Staatsanwaltschaft Stuttgart seine Haftstrafe in einem baden-württembergischen Gefängnis absitzen. In Mannheim sitzt mit Ericht Zündel ein weiterer Holocaust-Leugner in Haft, dessen Prozess kürzlich vorerst platzte.

  • Mittwoch, 16.11.2005

    Im schweizer Kanton Wallis wurden 18 Personen wegen rassistischer Diskriminierung angeklagt, da sie mutmaßlich an der Organisation des Nazikonzerts am 17. September beteiligt waren. Nach der massiven Kritik am Vorgehen der Flics wurden zahlreiche Hausdurchsuchungen durchgeführt.

  • Mittwoch, 16.11.2005

    Einem Aktivisten aus Stuttgart soll im November 2005 innerhalb kürzester Zeit zum zweiten Mal der Prozess gemacht werden. Im September diesen Jahres wurde er alleine aufgrund der Aussagen eines Staatsschützers in einem skandalösen Urteil des "Straftatbestandes" für schuldig befunden, ein Flugblatt das zu Aktivitäten gegen einen Aufmarsch von Nazis aufrief, verteilt zu haben. Nun soll er abermals für seine antifaschistischen Aktivitäten verurteilt werden, was für ihn aufgrund einer Bewährungsstrafe wegen einer Auseinandersetzung mit einem Neo-Nazi vor mehreren Jahren, nun einen Bewährungswiderruf und damit eine Gefängnisstrafe bedeuten kann. Der Prozess findet am Mittwoch, den 23.11.2005, um 14:30 Uhr im Amtsgericht Heidenheim, Saal 1, Olgastrasse 22, statt. Kein Knast für Anti-Nazi-Kampf!

  • Donnerstag, 17.11.2005

    In Karlsruhe beauftragte der Bundesparteitag der SPD am 16.11. den Parteivorstand, "die Mitgliedschaft in einer studentischen Burschenschaft oder in einem Corps grundsätzlich für unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der SPD zu erklären". Vom Unvereinbarkeitsbeschluss wollen die Sozis jedoch Ausnahmen machen: für Verbindungen, die nicht einer der Dachorganisationen Deutsche Burschenschaften, Neue Deutsche Burschenschaft, Coburger Convent oder Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen sowie deren Unterverbindungen angehören. Keine Korporation ist akzeptabel!

  • Donnerstag, 17.11.2005

    In Postdam haben sich am 13.11. hunderte FaschistInnen bei einem Kickboxturnier versammelt, das von der Nazimarke "Thor Steinar" gesponsort wurde. Die bürgerliche Presse formuliert das etwas "diplomatischer".

  • Donnerstag, 17.11.2005

    Die Serie täglicher antisemitischer Farbanschläge in Berlin geht in den zweiten Monat. Wie schon beim ersten entdeckten Anschlag Mitte Oktober wurden die Gräber von Bertolt Brecht, Heinrich Mann und Heinrich Böll geschändet. Ziele der Schmierereien sind haupsächlich symbolträchtige jüdische Orte sowie linke Denkmäler in Berlin-Mitte, aber auch andere Objekte in anderen Bezirken. In Baden-Württemberg wurde erst kürzlich ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim mit antisemitischen Farbanschlägen vorbereitet.

  • Donnerstag, 17.11.2005

    In Dortmund wurde ein 17jähriger Nazi nur wegen Totschlags zu sieben Jahren Haft verurteilt, obwohl er am Ostermontag eine Punk ermordete. Das Gericht wollte keine politischen Motive erkennen: Willkommen in Deutschland. Am Abend kam es zu einer Spontandemo von etwa 80 AntifaschistInnen.
    Indy berichtete: 1 2 3

  • Freitag, 18.11.2005

    In Pforzheim fand am 16.11. im Amtsgericht ein Verfahren gegen zwei Neonazis der NPD wegen verteilen von Flyer mit Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen statt. Die zwei Angeklagten sollen im Sommer 2005 Flugblätter für eine Nazi-Grillparty mit verbotenen Symbolen auf einer Messe in Pforzheim verteilt haben. Ein 79jähriger Zeuge sollte die ursprünglich die Unschuld der Angeklagten bestätigen, hatte dummerweise aber Ausagen getroffen, die später gegen die Neonazis verwendet wurden. Die Nazis wurden zu Geldstrafen von 150€ und 450€ verurteilt.

  • Freitag, 18.11.2005

    Der Brite David Irving, der bekannteste lebende Holocaust-Leugner, wurde in Österreich verhaftet. Er wurde am 11. November in der Steiermark auf Grund eines Haftbefehls des Landgerichts Wien von 1989 in Untersuchungshaft genommen. Er war auf dem Weg zur Burschenschaft Olympia, bei deren "Stiftungsfest" er auftreten sollte. Wer hat nochmal gleich die Bücherverbrennungen organisiert?

  • Freitag, 18.11.2005

    Das Berufsverbot für unseren Genossen Michael Csaszkóczy aus Heidelberg gilt auch in Hessen. Die junge Welt führte ein Interview mit dem antifaschistischen Lehrer.

  • Freitag, 18.11.2005

    Auf dem noch freien Bauplatz Ecke Vaubanallee/ Merzhauserstraße haben gestern etwa 30 Menschen protestiert. Sie stellten Laternen gegen das dort geplante fünfstöckige Gebäue auf und beschallten den Platz mit feinstem bayerischen Reggae.

  • Freitag, 18.11.2005

    In Genf wird der Kampf der BewohnerInnen des Squats Rhino gegen die vom Oberstaatsanwalt verkündete Räumung vor dem Verwaltungsgericht Genf fortgesetzt. Das Bundesgericht hat den Fall zurück an die kantonale Instanz überwiesen. In der Zwischenzeit wurde die Räumung ausgesetzt.

  • Sonnabend, 19.11.2005

    In Frankreich wurden in der Nacht auf den 18. November landesweit nur 93 Fahrzeuge abgefackelt. Damit ist der Durchschnitt einer normalen Nacht unterschritten und die Flics erklärten die soziale Revolte für beendet. Nothing ever burns down by itself, every fire needs a little bit of help...

  • Sonnabend, 19.11.2005

    In der Gegend um Wunsiedel werden verstärkt Nazikonzerte organisiert. Dabei versuchen die FaschistInnen die Konzerte als normale Feiern zu tarnen und mit Verträgen abzusichern, in denen hohe Konventionalstrafen vereinbart werden.

  • Sonntag, 20.11.2005

    Vor zwei Wochen fand in Frauenfeld ein "Rechts-Rock-Konzert" statt. Durch antifaschistische Recherchearbeit konnten die Medien frühzeitig über den Anlass informiert werden. Am 19. November demonstrierten am Bahnhof Frauenfeld kurz vor 21 Uhr über 100 Personen spontan gegen Rechtsradikalismus, Gleichgültigkeit und Heuchelei.
    Indy berichtete: 1 2

  • Sonntag, 20.11.2005

    In Köln konnten Axel Reitz und Co. am 19. November keinen einzigen Meter ihres geplanten Aufmarschs unter dem Motto "Meinungsfreiheit ist erlernbar" zurücklegen, da ihr erster Redner die Reichspogromnacht verherrlichte und die Polizei daraufhin die Versammlung beendete. Dann legten die Nazis auch noch interne Streitigkeiten auf einer Kundgebung in Bonn offen.
    Indy berichtete: 1 2

  • Sonntag, 20.11.2005

    Am 18. November fand in Dresden das 7. Otto- Beisheim- Kolloquium unter der Überschrift "Zukunft der Innenstadt" an der TU Dresden statt. Seit einiger Zeit tobt an der Hochschule ein Streit zwischen der Universitätsleitung, der Fakultät Wirtschaftswissenschaften und der Antifaschistischen Hochschulgruppe um die NS- Vergangenheit des Spenders Otto Beisheim. Der reiche SS-Mann darf sich nun doch ein Gymnasium kaufen.

  • Sonntag, 20.11.2005

    In Berlin fand am 19. November die traditionelle Silvio-Meier-Demo statt. Unter dem Motto "Keine Homezone für Faschisten!" zogen trotz Eiseskälte über 1500 Antifas lautstark und offensiv durch den Lichtenberger Nord- und Südkiez, vorbei an Wohnungen bekannter Nazis. Mit der antifaschistischen Demonstration wird an Silvio Meier erinnert, der am 21.11.1992 auf dem U-Bhf. Samariterstraße in Berlin-Friedrichshain von Neonazis erstochen wurde.
    Indy berichtete: 1 2

  • Sonntag, 20.11.2005

    In Hamburg fand am 19. November eine Demo mit etwa 1200 TeilnehmerInnen unter dem Motto "Wachsende Stadt - Gegen Umstrukturierung und Repression! Gegen Ausbeutung und Vertreibung! Think of the revolution!" statt. Am Morgen kam es zu einem Naziübergriff.
    Indy berichtete: 1 2 3

  • Sonntag, 20.11.2005

    Während der scheidende Bundeskanzler Gerhard Schröder in seiner Heimatstadt Hannover mit dem höchsten militärischen Zeremoniell, dem großen Zapfenstreich, feierlich aber unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen verabschiedet wurde, demonstrierten mehrere hundert Leute gegen diese Militaria-Zeremonie. Kanzler gehen, Kanzlerinnen kommen — das Militär bleibt.

  • Sonntag, 20.11.2005

    Am 17. November fand am Amtsgericht Berlin der Prozess gegen den Antifaschisten Christian und seine Verlobte Leila wegen Landfriedensbruch und anderem unter großer öffentlicher Beobachtung statt. Der Versuch des Gerichts und der Staatsanwaltschaft den Prozess schnell und leise über die Bühne zu kriegen scheiterte somit. Der nächste Verhandlungstag ist der 2. Dezember um 9:15 Uhr im Amtsgericht Berlin, Raum 371. Schafft Öffentlichkeit, begleitet den Prozess!

  • Sonntag, 20.11.2005

    In Berlin ist die Broschüre (PDF) "Kann das alles Zufall sein?!" erschienen. Ein AutorInnenkollektiv versucht einen Einblick zu geben, wie Repression auf die Betroffenen wirkt, wie mensch damit einen sinnvollen Umgang findet und wie politische Arbeit unter solchen Gegebenheiten noch möglich ist. Geschichte wird gemacht & we will win.

  • Sonntag, 20.11.2005

    Durchs Wendland rollt mal wieder ein Atomtransport. Der Widerstand wurde schon tausendmal für tot erklärt, aber er lebt noch immer. Alive and burning!

  • Sonntag, 20.11.2005

    Im thüringischen Arnstadt riefen Antifas am 18. November zu antifaschistischen Aktionswochen bis zum Naziaufmarsch in 14 Tagen auf. Inzwischen hat sich einiges getan. Nach einer Spontandemo mit 50 Antifas am Samstag, haben Unbekannte das jährliche Nazi-Heldengedenken am Tag darauf zum Desaster gemacht. Es folgten tägliche Nazioutings, mit mehreren Hundert Flugblättern und Plakaten. In der Fußgängerzone wurden etliche Flyer gegen den Naziaufmarsch verteilt, es gab mehrfach Sprühaktionen und auch Transparente wurden an zahlreichen Stellen aufgehängt. Am Freitagabend wurde anschließend ein führender Thüringer Nazikader geoutet und in derselben Nacht ein Nazitreffpunkt in Gotha mit Farbeiern angegriffen, gegen den am Samstag eine Demo mit Antifa-Block stattfand.

  • Montag, 21.11.2005

    Im thüringischen Apolda sollte am 19. November ein als Geburtstagsparty getarntes Nazikonzert in der Vereinsgaststätte des VfB Apolda statt. Die Bullen lösten gegen 23 Uhr die Versammlung von 50-80 Nazis auf.

  • Montag, 21.11.2005

    In Minden überfielen Nazis ein linkes Konzert und verletzten mehrere Jugendliche. Die örtliche Presse schweigt.

  • Montag, 21.11.2005

    In Heilbronn findet am 29. November im Amtsgericht um 10:50 Uhr im Saal 54 die Verhandlung gegen einen Heilbronner Antifaschisten statt. Ihm wird zur Last gelegt, dass er sich beim Naziaufmarsch in Heilbronn am 17. September vermummt haben soll. Wir solidarisieren und mit unserem Genossen. Auf zum Prozesstermin!

  • Dienstag, 22.11.2005

    Im Westerwald wurden im Mai diverse Naziwohnungen durchsucht. Im Juni folgten Hausdurchsuchungen und Festnahmen und im August wurden Nazis der „Kameradschaft Westerwald“ zu Haftstrafen verurteilt. Jetzt hat im §129-Verfahren einer der 16 angeklagten Täter vor Gericht detaillierte Auskunft über die Planung und Durchführung faschistischer Anschläge berichtet. Der 22-Jährige erzählte von SMS-Befehlen, in denen als Waffen Baseballschläger und Schlagstöcke festgelegt wurden.

  • Dienstag, 22.11.2005

    Das Oberlandesgericht Naumburg verurteilte am 22. November den Antifaschisten Daniel W. zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung nach Paragraph 129a und folgte damit dem Plädoyer der Bundesanwaltschaft. Nachdem bereits 2003, mit dem Freispruch von Carsten S. das Konstrukt der „Terroristischen Vereinigung“ vom Tisch war und Marco H. und Daniel W. wegen Brandstiftung zu zweieinhalb beziehungsweise zwei Jahren verurteilt wurden, plädierte die Bundesanwaltschaft im heute zu Ende gegangenen Revisionsverfahren überraschend auf eine Verurteilung nach Paragraph 129a.
    Soligruppe Magdeburg-Quedlinburg
    Gegeninformationsbüro Berlin
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    Für eine Gesellschaft ohne Knäste!

  • Mittwoch, 23.11.2005

    In Köln ist der Neonazi Thomas Hartenfels, Mitglied des CDU/CSU- Hochschulverbandes „Ring christlich-demokratischer Studenten“ (RCDS), Projektleiter im Öffentlichkeitsreferat des AStA.

  • Mittwoch, 23.11.2005

    Am 19. November fand in Gotha eine Demonstration gegen rassistische Vereine, Brauchtum und Neonazismus statt. Zwischen 150 und 170 Menschen demonstrierten gegen den Naziverein "Toring e.V." und dessen Vereinshaus, von dem in der letzten Zeit immer wieder Angriffe ausgingen, in der Frimaerstraße. Auf das Haus, welches am Demotag selbst unter massiven Polizeischutz stand, wurde in der Nacht zuvor ein Farbanschlag verübt und dessen Vorsitzender, ein führender Thüringer Nazikader, in der Nachbarschaft geoutet. Nach der Demo gab es durch die Polizei einen brutalen Überfall auf knapp 30 DemonstrantInnen.
    Indy berichtete: 1 2

  • Mittwoch, 23.11.2005

    Das besetzte Topf & Söhne Gelände in Erfurt steht kurz davor von der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen aufgekauft zu werden. Dazu gibt es ein Interview mit einem Aktiven aus Erfurt. Am 25.11. gab es eine Demo über den Weihnachtsmarkt.

  • Mittwoch, 23.11.2005

    In Berlin wurde ein antisemitischer Brandanschlag auf die Neue Wache verübt. Das Mahnmal bis 1818 für die deutschen Toten der napoleonischen Kriege erbaut, zu DDR-Zeiten als Mahnmal für die Opfer des Faschismus genutzt und nach der Wende als Gedenkstätte für die "Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft" umgedeutet. Die Polizei ermittelt gegen rechts und links.

  • Donnerstag, 24.11.2005

    Seit dem 19. Juni sind in Potsdam fünf junge AntifaschistInnen mit einem Vorwurf wegen versuchten Mordes konfrontiert. Eine von ihnen sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die fünf sollen angeblich versucht haben, einen Neonazi, der sich auf bisher ungeklärte Art und Weise eine etwa vier Zentimeter lange Platzwunde zuzog, zu ermorden. Weg mit dem Mordversuchsvorwurf! Freiheit für Julia!

  • Donnerstag, 24.11.2005

    Die nationalistische Kampagne "Du bist Deutschland" hat offenbar ein nationalsozialistisches Vorbild. Neben dem Titel, der schon in der NS-Propaganda benutzt wurde, finden sich in der aktuellen Propaganda auch Anleihen bei Goebbels Reden. Zudem wird Albert Einstein für den neuen deutschen Nationalismus missbraucht, der dazu meinte: "Nachdem die Deutschen meine jüdischen Brüder in Europa hingemordet haben, will ich nichts mehr mit Deutschen zu tun haben."

  • Donnerstag, 24.11.2005

    Im bayerischen Geiselhöring zwischen Regensburg und Passau macht sich der braune Mob breit. Seit 1998 führt der Faschist und Landesvorstand der JN, Siegfried Birl, in Geiselhöring in der Nähe von Straubing ein Ladengeschäft namens "Wikinger GmbH". Dieser Laden ist in der rechten Szene überregional bekannt und eine beliebte Anlaufstelle für Neofaschisten aus ganz Deutschland. Die Antifa Straubing hat eine Kampagne gegen den Naziladen gestartet.

  • Freitag, 25.11.2005

    Es gibt eine aktuelle Darstellung (auch bei Indy) der Repression nach dem Angriff auf einen NPD-Stand in Kaiserslautern im Juni. Keine Zusammenarbeit mit Polizei und Verfassungsschutz!

  • Freitag, 25.11.2005

    Die Schattenparker haben in der Nacht auf den 25. November das OBI-Gelände verlassen und kamen damit einer drohenden Räumung zuvor. Sie haben ein Gelände der Chemiefirma Rhodia in der Guerickestraße (Tullastraße, beim McDonalds) besetzt, von dem sie um 15 Uhr vertrieben werden sollen. Auf ins Industriegebiet Nord! Keine Räumung ohne Widerstand!
    Indy berichtete: 1 2

  • Freitag, 25.11.2005

    Die Besetzt Zeitung #10 der Freiburger Studis ist erschienen.

  • Freitag, 25.11.2005

    Mit der Wahl eines neuen AStA an der RWTH Aachen am 28. Oktober stellt die Hochschulliste „Studium“ einen prägenden Teil der AStA-Koalition. Der rechte Bursche und Listengründer Christoph Rasim ist als zweiter Vorsitzender in den AStA gewählt worden. Christoph Rasim hat uns im Dezember mit einer Klage gedroht, falls wir ihn weiter als „rechtsradikal“ bezeichnen sollten.
    Indy berichtete: 1 2

  • Freitag, 25.11.2005

    Nach der Besetzung des Rhodia-Geländes in der Nacht auf den 25. November mussten die Schattenparker das Areal bereits wieder verlassen. Es kam zu mehreren Festnahmen von Wäglern und Beschlagnahmungen von Wägen. Das Gelände am OBI wurde zerstört. Freiheit für die Gefangenen! Herausgabe der Wägen! Für einen neuen Wagenplatz! Jetzt!

  • Sonnabend, 26.11.2005

    In Potsdam wurde unsere Genossin Julia gegen Meldeauflagen aus der Untersuchungshaft entlassen und ist nun frei!

  • Sonnabend, 26.11.2005

    In der Nacht auf den 26.11. wurde das Forum der NPD Thüringen von der Netzantifa gehackt.

  • Sonnabend, 26.11.2005

    Am 25.11. wurde ein Linker vom Hamburger Staatsschutz an seinem Arbeitsplatz festgenommen. Zeitgleich wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Dabei wurden mehrere Computer beschlagnahmt. Als Begründung der Festnahme und Durchsuchung wurden von Seiten der Bullen Sachbeschädigung und schwere Nötigung angegeben. Gegner des Wasserturm-Umbaus im Schanzenpark hatten in der Nacht bei einer am Bau beteiligten Firma an der Billstraße (Rothenburgsort) zahlreiche Reifen zerstochen. Bei elf Lieferwagen der Firma Lebbin, größtenteils Betonmischer, wurden jeweils mehrere Reifen beschädigt. Am Abend des 26.11. gab es eine Spontandemo.
    Indy berichtete: 1 2 3 4

  • Sonntag, 27.11.2005

    In Schwäbisch Hall marschierten zum zwölften Mal in 30 Monaten Nazis um ihren Führer Lars Käppler auf. Dieses Mal standen 40 Nazis 400 Antifas gegenüber. Nur wenige Haller BürgerInnen stellten sich den Nazis in den Weg. Die Bullen prügelten wie immer.
    Indy berichtete: 1 2 3 4 5
    illb berichtete: 1 2 3 4 5 6 7 8

  • Sonntag, 27.11.2005

    Die fünf bei der Räumung des besetzten Rhodia-Geländes beschlagnahmten Wägen der Schattenparker befinden sich noch immer in der Hand der Bullen. Die Stadt fordert unter anderem einen Nachweis, dass die WäglerInnen die Stadt dauerhaft verlassen. Gegen diese mittelalterliche Verbannungspolitik wird es eine Demonstration am Freitag, den 2. Dezember um 17 Uhr am Platz der alten Synagoge geben. Keine Ausgrenzung linker Menschen! Für einen neuen Wagenplatz! Jetzt!

  • Sonntag, 27.11.2005

    In Dusiburg-Neudorf haben am 26. November 120 demonstriert. Über 1500 Bullen beschützte das braune Pack. Die Antifakundgebung war von der Stadt verboten worden, der antifaschistische Widerstand war leider sehr gering.
    Indy berichtete: 1 2 3

  • Sonntag, 27.11.2005

    Am 26. November hielten etwa 60 Nazis aus Arnstadt, Erfurt, Eisenach und anderen Thüringer Städten eine Kundgebung unter dem Motto "Nationalisten für Kinderrechte" auf dem Riedplatz ab. Den protestierenden Antifaschisten gelang es nicht, die Polizei-absperrungen zu überwinden. Gut abgeschirmt von der Nazikundgebung protestierte ein Bürgerbündnis.
    Indy berichtete: 1 2

  • Sonntag, 27.11.2005

    In Hamburg-Volksdorf wohnt der in Italien wegen des Massakers von Sant’Anna verurteilten Kriegsverbrecher und ehemalige SS-Offizier Gerhard Sommer. Nachdem in den vergangenen Monaten mehrfach Flugblätter verteilt worden waren, wurde am 26. November nachgelegt: 180 TeilnehmerInnen besuchten die Hamburger Randgemeinde und sorgten dort für Aufsehen und gleichermaßen für zustimmende wie empörte Reaktionen.

  • Sonntag, 27.11.2005

    Ein Stuttarter Antifaschist wurde zu einem Jahr auf Bewährung und 125 Arbeitsstunden verurteilt, da er einen Nazi durch eine Fensterscheibe geworfen haben soll. In den Stuttgarter Nachrichten ist dazu ein Zeitungsartikel erschienen. Macht kaputt, was euch kaputt macht!

  • Montag, 28.11.2005

    In Aschaffenburg zeigt die BASH-Kampagne weitere Erfolge. Die Neonazikneipe "Zum Wikinger" muss schließen. Auf zur Antifademo am 3. Dezember in Aschaffenburg!
    Indy berichtete: 1 2

  • Montag, 28.11.2005

    Auch in Bern werden WagenbewohnerInnen vertrieben. Seit Februar suchen die Wägler der Alternative einen neuen Platz. Sie besetzten in den letzten zehn Monaten circa fünfzehn Plätze, doch nur einmal konnte ein befristetes Nutzungsrecht ausgehandelt werden. Willkommen im Kapitalismus...

  • Montag, 28.11.2005

    Mit 22.216 zu 12.086 haben die BernerInnen die SVP-Initiative gegen die Reitschule klar abgelehnt. Damit gewannen die Berner Autonomen bereits zum vierten Mal einen Volksentscheid. Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!

  • Montag, 28.11.2005

    Nach längeren Verhandlungen hat die Stadt heute Nachmittag alle fünf beschlagnahmten Wägen herausgegeben. Früh morgens hatten sich etlich Leute von den Schattenparkern vor dem Rathaus versammelt und ein Matratzenlager errichtet, um auf unsere Obdachlosigkeit aufmerksam zu machen. OB Salomon und Ordnungsamtleiter Rubsamen nahmen sich die Zeit für ein Gespräch, wobei aber nicht wirklich was heraus kam. Kommt am Freitag um fünf zur Demo am Platz der alten Synagoge.

  • Dienstag, 29.11.2005

    Am Dienstag, den 29. November, ermittelt Geheimagent Lemmy Caution um 20 Uhr in der KTS gegen die kapitalistische Wirklichkeit. Der Autor und Regisseur Bernd Reinink aus Berlin wird sich im Anschluss der Diskussion stellen.

  • Dienstag, 29.11.2005

    Am Donnerstag, den 8. Dezember, hält Tine Maier um 20 Uhr in der KTS einen Vortrag zum Thema "Die Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden im Film". Es werden die grundsätzlichen Schwierigkeiten und Grenzen der Darstellbarkeit von Auschwitz erörtert und in der Gegenüberstellung von Lanzmanns Shoah und Spielbergs Schindlers Liste verdeutlicht. Außerdem wird die Rezeption von Schindlers Liste hierzulande in den breiteren Zusammenhang des deutschen Vergangenheitsdiskurses eingeordnet.

  • Dienstag, 29.11.2005

    Ein weiterer Meister des Todes aus Deutschland ist verreckt. Der SS-Mann, Gründer der Republikaner und Kandidat der DVU und NPD Franz Schönhuber verendete 82jährig in der Nacht auf den 27.11. an einer verschleppten Grippe. Damit ist klar bewiesen: Eine NPD-Kandidatur in Dresden ist eine tödliche Angelegenheit. Vor ihm hatte sich bereits Kerstin Lorenz im Herbst diesen Jahres in Odins Reich verabschiedet. Weiter so! LeChaim!

  • Dienstag, 29.11.2005

    In Erfurt ging nach den Protesten in der letzten Woche gegen den (bei einem Verkauf drohenden) Abriss des besetzten Hauses am gestrigen Montag die Öffentlichkeitsarbeit weiter.

  • Dienstag, 29.11.2005

    Das Verwaltungsgericht Karlsruhe den Naziaufmarsch am 3.12. auf dem Bahnhofsvorplatz erlaubt. Allerdings wurde die Zeit von 14-16 Uhr beschränkt, so dass der Plan der Nazis, zuerst in Rastatt um 12:30 Uhr und später in Karlsruhe um 17 Uhr zu marschieren, so nicht mehr durchführbar ist. Die Stadt akzeptiert das Urteil und geht nicht in Revision. Skandalöserweise hat sie jedoch verfügt, dass die Antifakundgebung nicht ebenfalls am Bahnhof sondern auf dem Kronenplatz stattfinden soll, dagegen wird geklagt. Die Nummer des Ermittlungsausschusses lautet 0721/3545742. Auf nach Rastatt und Karlsruhe!

  • Mittwoch, 30.11.2005

    Bei Cine Rebelde gibt es Sonderseiten zu den Schattenparkern. Am Freitag um fünf zur Demo, kommt alle! Keine Verbannung linker Menschen aus Freiburg!

  • Mittwoch, 30.11.2005

    Nachdem sich bereits in den letzten Jahren vereinzelt Nazis mit ihrer Propaganda direkt und mittelbar in den Lokalzeitungen von Gera präsentierten, schafften es diese erneut in die regionale Presse. In mehreren Zeitungen und im Stadtfernsehen konnten sie sich in bürgerlicher Manier zur Schau stellen.

  • Mittwoch, 30.11.2005

    Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat eine Nazidemo in Rastatt für den 2.12. erlaubt. Im Gegensatz zu Karlsruhe klagt Rastatt jedoch gegen diese Entscheidung. Auf nach Rastatt und Karlsruhe!